Freitag, 11. September 2015

Altiplano y Ruta 40


Salta-Uyuni

Startbereit für den Altiplano

Am Mittwochmorgen, 26. August, wir wollten uns gerade ein feines Frühstück bereiten, ehält Anne-Lise eine SMS, dass unsere Windschutzscheibe eingetroffen ist. Planänderung! Kurzes Frühstück und auf in die Stadt. Bei "Leon Vidrias" will man uns zuerst auf den Nachmittag vertrösten. Plötzlich geht dann aber alles doch blitzschnell und man sagt uns, dass wir Sopi noch vor zwölf Uhr wieder abholen können. Also nützen wir die Zeit, um kleine Metallwinkel zu posten, mit denen Anne-Lise die "Handwerkerin" die neue Batterie noch fixieren möchte. Schliesslich erwarten uns nicht nur geteerte Strassen...Wir finden ein Geschäft, das so ziemlich alles hat. Ein Laden, wie man ihn von früher kennt. Für die Frauenfelder: Plüss (?) an der Freie Strasse:-)) Sofort kommen wir mit dem nicht mehr ganz jungen Besitzer ins Plaudern. Es stellt sich dann heraus, dass er der Onkel ist vom ehemaligen FC Basel Goali Constanzo! Ah, ja, die Winkel finden wir dann auch noch.
Kurz vor zwölf holen wir Sopi mit neuer "Brille" ab. Anne-Lise bezahlt umgerechnet ca. CHF 120. Zurück auf dem Camping montiert Anne-Lise noch die Winkel. Perfekt! Nach der verdienten Dusche möchte ich ein "Güggeli" holen, beim Metzger an der Strasse. Pech, schon geschlossen...Jä nu, dann mach ich halt noch Spaghetti.
Am Donnerstagmorgen geht es dann endlich los. Noch kurz die WC-Kassette leeren, das Wasser auffüllen, den Kehricht entsorgen und ab die Post Richtung Altiplano.

Wir wollen hoch hinaus...

Auf der Ruta Nacional 51 gewinnen wir schnell an Höhe. Sie führt entlang der Geleise des berühmten "Tren a las Nubes", der heute nur noch bis San Antonio de los Cobres fährt. Anne-Lise machte im Jahre 1996 noch die dreitägige Reise Salta-Socompa-Salta mit dem Zug. Die Landschaft der "Quebrada del Toro" ist wunderschön und es werden viele Fotos geschossen. Wir kauen unsere erste Ration Coca-Blätter und trinken sehr viel Wasser (!). Unsere erste Nacht verbringen wir auf 3100m über Meer in Santa Rosa de Tastil. Ein winziges Dörflein, ganz nach unserem Geschmack. In der "Dorfbeiz" trinken wir zuerst einen Mate de Coca und fragen, ob wir am Abend etwas essen können. Der einzige Gast ist ein kleines Lämmlein, das sofort daherspringt und uns beschnuppert. Direkt beim Sanitätsposten haben wir Sopi parkiert. Wir erkundigen uns bei der netten Krankenschwester, ob wir die Nacht auf dem Platz verbringen können. Alles kein Problem! Der Znacht ist einfach aber gut. So wie wir es gewohnt sind...:-)
Am Morgen nehmen wir den Kaffee noch in der Beiz und fahren dann weiter Richtung San Antonio de los Cobres. Auf dem Abra Blanca (4080m) machen wir einen Stop. Es hat einen Souvenirstand aber sonst sehen wir keinen Menschen. Zu Fuss gehen wir etwas weiter und bewundern die wahnsinnige Sicht. Plötzlich ruft uns jemand. Eine Frau sitzt auf der andern Strassenseite etwas in der Höhe vor ihrem Hüttlein. Sie fragt, ob wir Brot möchten und winkt uns hinauf. Hier beginnt eine Geschichte, wie sie einfach nur eine Reise schreiben kann. Im Hüttlein hockt noch eine Frau, die uns ebenfalls freudig begrüsst. Statt Brot bekommen wir erstmal super gute Empanadas. Danach noch warmes Fladenbrot. Bezahlen dürfen wir nichts, da heute der Tag der "Pachamama" (Tag der Erde) sei. Wir gehen mit den beiden Frauen zu ihrem Stand runter und kaufen noch etwas. Sie laden uns dann ein, mit ihnen an der Zeremonie für die "Pachamama" teilzunehmen. Jetzt geht es los...Etwas hinter dem Souvenirstand wird ein Loch gegraben. Es liegen bereits ganz viele Sachen parat. Mehrere kleine Schnapsflaschen, eine grosse Bierflasche, Apfelsaft, Guetzli und noch einige geschlossene Tuperware. Einige Sachen sind mit rot und grünen Wollfäden umwickelt. Die Farben der Freude. Eine der Frauen macht ein kleines Feuer in einer alten Konservendose.  Sie gibt irgendein Kraut dazu und es wirkt wie Weihrauch. Endlich ist das Loch gross genug und wird als erstes mit Alkohol gesäubert. Dann folgen die Cocablätter. Die diversen Schnäpse werden, in einer bestimmten Reihenfolge ihrer Farbe, zur Hälfte dazu gegossen. Dann folgen die Speisen, wie Empanadas (zum Glück waren wir früh genug da...) Reis, Pouletstücke, Wurst, Teigwaren...Dazwischen werden noch Zigaretten angezündet und an den Rand des Loches gelegt. Zwei für die Verheiratete und eine für die Ledige. Wir mischen fröhlich mit und geben Opfergaben an die Pachamama in die Erde. Inzwischen ist ein Kleinbus mit einer Frauengruppe angekommen. Sie nehmen ebenfalls teil und es wird heftig fotografiert und gefilmt. Wir müssen aber versprechen, dass die Fotos nicht ins Internet kommen. Als das Loch voll ist, wird noch Mais über die Gaben gestreut. Zuletzt wir alles nochmals mit den Schnäpsen übergossen. Das heisst nicht mit allen...Eine der Damen mixt sich nämlich einen kleinen Drink und leert den Becher dann in einem Zug. Die jüngere mag lieber Bier und behält davon etwas zurück:-) Am Schluss wird das Loch mit Erde zugedeckt und die leeren Flaschen bedecken das Ganze. Jetzt ist uns auch klar, warum wir schon etliche solcher "Haufen" am Strassenrand gesehen haben. Die zwei Frauen bedanken sich mit einer herzlichen Umarmung bei uns, dass wir mit ihnen die Zeremonie geteilt haben. Die Nacht verbringen wir dann in San Antonio de los Cobres, wo wir bereits im Jahre 2010 waren.

















Endlich auf der Ruta Nacional 40 Norte (kurz RN 40)

"La Quarenta" ist eine mythische Route deren Nordteil wir 2010 nicht gemacht haben. Die ganze RN 40 führt über 5144km entlang der argentinischen Anden von Cabo Virgenes nach La Quiaca. Ich hab mir schon mal in Salta ein T-Shirt besorgt:-)
FOTO T-Shirt
Wir gehen es langsam an und fahren gegen Mittag Richtung Viadukt "La Polvorilla". Dort überquert der Tren de las Nubes in schwindelnder Höhe eine Schlucht. Gegen 14:30 Uhr soll er dort ankommen. Die Zeit vertreibe ich mir mit Tomatensalat machen...
FOTO Viadukt
Nach diesem Spektakel fahren wir noch bis Pastos Chicos und übernachten dort irgendwo in der Pampa. Tagsüber ist es sehr warm. Das Wetter ist ja traumhaft. Nachts wird es aber recht kalt und wir heizen Sopi etwas ein. So bei -7 Grad wird es wegen der Gefrierung für unser Wasser etwas kritisch. Morgens zum Aufstehen sind es dann so 10 Grad. Die Köchin wärmt sich daher sofort mit Frühstückmachen auf.
Die Strecke ist natürlich nicht geteert und teilweise hat es Wellblech. Alles in allem ist es aber einfach nur wunderschön. Die Landschaft ist unglaublich abwechslungsreich. Mal passieren wir eine Hochebene von über 4000m, dann folgen enge Schluchten. Dazwischen durchqueren wir immer wieder kleine Flussläufe. Begleitet werden wir praktisch auf den ganzen 444km von Lamas, Vicunas, Alpakas oder Guanakos. So genau wissen wir das meist nicht. So oder so, lieben wir diese Tiere, weil sie uns die Kamele der Wüste ersetzen. In Mina Pirquita, dem höchst gelegenen Dorf Argentiniens, übernachten wir erstmals auf über 4000m. Es geht uns gut. Der Verzicht auf Alkohol, viel Wasser trinken und Coca-Blätter kauen hilft anscheinend. Auch der Tomatensalat soll gut gegen die Höhenkrankheit sein!!! 
FOTOS unterwegs
Auf dem zweitletzten Abschnitt passieren wir eine 11km lange Schlucht, die uns fast den Atem raubt. Die Quebrada de Oros ist einfach nur "Wow".
FOTOS Quebrada de Oros
Schliesslich erreichen wir dann am 1.9. die Grenzstadt La Quiaca. Beim tanken von Sopi steigt uns ein feiner Grillgeruch in die Nase. Vor einem zu einem Restaurant umgebauten Bus wird eine Parillada vorbereitet. Schade ist erst halb elf...Wir müssen dann noch etwas in der Stadt besorgen. Überall gibt es "Grillstationen". Alarmiert durch meinen knurrenden Magen fährt Anne-Lise dann kurzerhand zur Tankstelle zurück. 10 Minuten später hocken wir zufrieden vor einem Teller mit Fleisch und einer Chorizo in einem Ambiente, das uns zehnmal besser gefällt als ein 4-Stern-Restaurant. Gestärkt fahren wir dann noch 16km bis Yavi, ein kleines Städtchen mit einer wunderschönen Kirche. Dort übernachten wir für etwa 6 Wochen zum letztenmal auf argentinischem Boden. Morgen geht es nach Bolivien!
























Grenzübertritt und Fahrt bis Tupiza

Der Grenzübertritt verläuft absolut einfach und speditiv. Es geht uns fast etwas zu schnell...Das Treiben an der Grenze ist nämlich ein riesiges Schauspiel. Neben der Brücke für Autos und auch Fussgänger, gibt es noch einen weiteren Übergang. Dort geht die Post ab...Unzählige Frauen und Männer schieben in einem Höllentempo Schubkarren voll mit Waren hin und her. Es erinnert an Ameisen. Gewisse Waren in Bolivien sind viel billiger. So wird dort fleissig eingekauft und mit hohem Gewinn in Argentinien wiederverkauft. Das alles unter den Augen der Grenzwächter...Eine Welt für sich!
Wir fahren bis Tupiza und übernachten dort auf einem Parkplatz neben der Kathedrale. Die Strecke Richtung Uyuni, via Atocha, hat zwar viele Baustellen und Wellblechpisten, ist landschaftlich aber sehr abwechslungsreich. Wir bereuen nicht, dass wir uns für diese Variante entschieden haben. Aus zeitlichen Gründen übernachten wir ca. 40 km vor Uyuni nochmals.
Am morgen fahren wir dann endlich in Uyuni ein. Vieles hat sich verändert, seit Anne-Lise in den Neunzigerjahren da war. Im Hostal "El Viajero" finden wir einen Platz im Innenhof. Nachdem wir eingerichtet sind, machen wir uns auf ins Zentrum. Der Magen knurrt;-) Wenig später sitzen wir vor einem riesigen Teller "Pique Macho". Das ist eine bolivianische Spezialität mit Fleisch, Wurst, Gemüse, Pommes und eine Art Feta-Käse. Ganz lecker!
FOTO
Nachdem wir später ganz zufällig in einem Restaurant noch auf "Happy Hours" stossen, sind wir bald reif fürs Bett. Wir wollen nämlich am Samstagmorgen sofort weiter nach Sucre, Potosi und dann wieder zurückkommen für den Salar und die Lagunen. Der Grund für diese Reihenfolge ist ein grosses Fest in Sucre zu Ehren der "Virgin de Guadeloupe", das eine Woche später stattfindet. Diesem Trubel wollen wir lieber ausweichen.
















Potosi, Sucre, Potosi, Ojo del Inca

Auf der Teerstrasse kommen wir natürlich zügig voran. In Potosi verpassen wir irgend einen Wegweiser und kommen in ein ziemliches Verkehrschaos. Ich entwickle sofort eine gewisse Abneigung gegen diese Stadt. In Sucre herrscht ebenfalls viel Verkehr, Wir müssen die ganze Stadt durchqueren um ins Hostal Austria (Innenhof) zu gelangen. Anne-Lise macht das wie immer souverän. Selbst als wir mitten in einer Art "Street Parade" landen, klatscht sie noch zur Musik. Unser Übernachtungsplatz ist etwas ausserhalb des Zentrums gelegen, und wir nehmen ein Taxi in die Stadt. Sucre ist sehr schön. Die "Street Parade" entpuppt sich als Hauptprobe für die "Virgin de Guadeloupe". Es wird getanzt und vor allem viel Musik, eine Art Guggenmusik" gemacht. Fröhliche Stimmung!
Am Sonntag brechen wir so gegen elf Uhr auf in die Stadt. Ausserhalb des Hotels fällt uns sehr schnell auf, dass irgend etwas anders ist. Es dauert einen Moment, bis wir realisieren, dass keine Autos und Busse fahren. Es ist autofreier Sonntag!!!!!! Da Taxis auch unter die Kategorie Autos fallen, tun wir etwas für unsere Gesundheit und laufen in die Stadt. Es geht etwas rauf und runter, und wir erreichen das Zentrum nach 45 Minuten. HUNGRIG.
Am Montag besuchen wir dann doch noch Potosi, um meinen falschen Eindruck zu korrigieren. Trotzdem, Sucre gefällt mir besser. Die Nacht verbringen wir an einem wunderschönen Ort. An einer kleinen Heisswasserquelle (25 km von Potosi) mit dem Namen "Ojo del Inca". Wir hüpfen sogar kurz in das 30 Grad warme Wasser. Am Folgetag passieren wir ein winziges Dorf in dem Anne-Lise im Jahre 1990 vorbei gekommen ist. Sie vergleich das Ganze mit Fotos von der damaligen Reise. Sie war noch jung und mit dem Velo unterwegs!!!!! :-)
































Uyuni und...die Probleme gehen weiter

Zurück in Uyuni laufen wir Brigitte und Daniel aus Basel über den Weg. Wir haben uns im Paraiso Suizo kennengelernt und dann zufällig in Puerto Iguazu wieder getroffen. Wir schlagen ihnen vor doch auch ins "El Viejero" zu kommen. Nachdem Sopi gründlich gewaschen und der Unterboden geölt (Schutz wegen Salzsee) worden ist fahren wir ins Hostal. Die Basler sind bereits da und wir zeigen stolz unser Sopi. Plötzlich stutzt Daniel und zeigt uns 3 Risse im Chassis!!!! Auf beiden Seiten!!! Das darf jetzt aber nicht wahr sein...So eine Sch...! In diesem Moment jagen uns tausend Fragen durch den Kopf. Kann die Reise weitergehen? Wir haben noch fast 20'000km vor uns! Wie immer in diesen Situationen mit Sopi-Problemen, konsultieren wir zuerst Marc Blaser, unseren Garagisten und Freund aus Neuenburg. Seine Antwort kommt prompt am nächsten Morgen: Nicht weiterfahren. VORSICHT mit schweissen, es hat elektrische Kabel in der Nähe der Risse! Unbedingt die Stellen beidseitig verstärken...Uff! Auch Silvia und Beat melden sich, als sie von unserem Pech erfahren. Danke für eure moralische Unterstützung!!!! Wir machen uns also in diesem recht einfachen Ort auf die Suche nach einem Schweisser...Der erste will alles auf seine Art machen und garantiert uns, dass es halten wird. Haben wir eine andere Wahl? Marc ist skeptisch. Wir sprechen auf der Strasse einen Lastwagenchauffeur an...und tatsächlich, er kennt eine andere Werkstatt. Wir fahren sofort hin und schildern unser Problem. Kein Problem! Lasst den Wagen 2 Tage hier. Äh...unser Wagen ist aber auch unser "casita"!! So sind wir zum erstenmal gezwungen, die Kabine abzusetzen. Im Innenhof des Hostals steht jetzt nur noch das "halbe" Sopi...


















A bientôt! Anne-Lise, Catherine et Sopi
Morgen wird geschweisst. Haltet uns die Daumen!

Montag, 24. August 2015

L'Aventure commence!



Iguazú-Salta | Iguazú-Salta

Cette fois nous commençons le "post" de notre blog en français pour notre famille et nos amis romands! Yeeeees!

Zur Überbrückung des "Röschtigrabens" erscheint der aktuelle Post auf französisch:-) Wer aber geduldig runter scrollt, findet die Übersetzung. Je nach Sprachtalent ergiebt das ja eventuell am Ende zwei völlig unterschiedliche Geschichten...

Missions Jésuites des Guarani et Santa Ana de los Guacaras | Jesuitenmissionen und Santa Ana de los Guacaras

Dimanche, 16 août nous quittons Puerto Iguazu en direction de San Ignacio Mini. Nous arrivons vers midi et commençons biensûr la visite avec les empanadas au restaurant d'en face. San Ignacio Mini, fondée en 1611, est la mission jésuite des guaranis la mieux restaurée d'Argentine et fait partie des sites UNESCO. La nuit nous passons à "Santa Ana" une autre mission jésuite plus tranquille. Le lendemain Anne-Lise en a marre des routes goudronnées et on fait donc un petit crochet en direction de "Esteros del Ibera" (des marais), notre route planifiée en premier. Après 30km Sopi est enfin pleine de terre rouge et Anne-Lise toute heureuse. Mais elle est aussi triste de ne pas avoir fait cette route sur toute sa longeur.

Am Sonntag, 16. August verlassen wir Puerto Iguazu Richtung San Ignacio Mini. Gegen Mittag kommen wir dort an und besuchen, nachdem wir uns mit Empanadas gestärkt hatten, die Jesuitensiedlung. San Ignacio Mini ist die bestrestaurierte Siedlung in Argentinien und gilt als Weltkulturerbe. Nachdem um 1767 die Jesuiten aus den spanischen Hoheitsgebieten ausgewiesen worden waren, verfiel die Siedlung, wurde sogar zerstört und komplett dem Urwald überlassen. Erst 1941 begann man mit der Freilegung und Restaurierung. Die Nacht verbringen wir dann auf dem Parkplatz der in der Nähe gelegenen Siedlung "Santa Ana". Die ist etwas weniger touristisch, idyllisch mitten im Wald und beschert uns einen ruhigen Schlaf. Früh am Morgen geht es dann weiter. Anne-Lise hat genug von den Teerstrassen und möchte endlich mal etwas Piste fahren. So biegen wir kurz nach Posadas nach Süden Richtung "Isteros del Ibera" ab. Durch unsere Routenänderung via Brasilien haben wir auf diese Strecke, die entlang der Sümpfe von Ibera führt, verzichtet. Schade eigentlich! Nach 15km auf der tiefroten Erdpiste kehren wir um und wenden uns wieder nach Westen.



















Traversée du Gran Chaco RN16 |
Durchquerung des Gran Chaco RN16

On traverse le "Rio Paraña" entre Corrientes et Resistencia sur l'imposant pont Belgrano. Cette région du Gran Chaco austral est très plate et la RN 16 depuis Resistencia est un fil tout droit de 707 km. Assez dangereux, les camions roulent très très vite. Tout va bien et nous roulons tranquillement vers l'ouest. Et voilà ça devait bien arriver une fois! Au rond-point de "Pampa del Infierno" on chope une pierre dans le pare-brise. Mer...credi! Bien entendu du coté chauffeur, sinon, c'est pas drôle! Anne-Lise colle en urgence 2 petits ronds reçus de son assureur. Heureusement que c'est un peu sur le centre et ça va encore pas mal pour rouler jusqu'au soir et perfectionner le pansement! Après une nuit sur la place de parc d'une station d'essence YPF à Monte Quemado, nous reprenons notre route pour Salta avec plein de soucis mais beaucoup de joie.

Den Rio Paraña überquert man zwischen Corrientes und Resistencia auf der imposanten Belgrano-Brücke. Diese Gegend ist ganz flach und die RN 16 ab Resistencia ist eine schnurgerade Strasse von 707km. Nicht ganz ungefährlich, da die Lastwagen teilweise mit hoher Geschwindigkeit entgegen kommen. Alles läuft gut und wir passieren ein Strassendorf nach dem andern. Dann passiert es... Im Kreisel von "Pampa del Infierno" erwischt uns, bzw. unsere Windschutzscheibe (Fahrerseite), ein Stein. Sch...Mitten in der Scheibe, aber zum Glück etwas rechts und nicht direkt vor der Nase, gibt es einen Sprung von der Grösse eines Zweifrankenstückes. Das ist nun wirklich Pech. Wir waren überhaupt nicht schnell unterwegs, da ja im Kreisel drin. Anne-Lise klebt eine spezielle Folie auf den Schaden. Nach einer Nacht auf dem Parkplatz einer YPF-Tankstelle in Monte Quemado nehmen wir voller Vorfreude aber auch mit den Sorgen im Hinterkopf, das letzte Teilstück nach Salta in Angriff. 




















Salta, on arrive...et on va rester plus longtemps | Salta, wir kommen...und wir bleiben auch länger

On arrivons à Salta on va directement parquer Sopi au Camping Municipal. Et deuxièmement on se paie une "Salta" (bière). On profite du WiFi pour faire un mail à notre ami et garagiste de Neuchâtel, Marc (voir registre "Sopi") pour avoir son avis. Peut-on continuer ainsi ou faut-il changer le pare-brise? Nous allons en effet attaquer l'Altiplano, 6 à 7000km de pistes terribles et son froid glacial. Sa réponse est comme toujours très rapide, mais le diagniostic est terrible, il faut changer ce pare-brise! Marc nous envoie tous les numéros nécessaires pour la commande du pare-brise. Annne-Lise cherche sur Google un garage Land Rover à Salta et tombe sur une adresse grâce au Land Rover Club Argentin. On téléphone illico au gars avec Skype....eurêka! Il est encore là! On va tout de suite chez lui, Luis Fernandez. Biensûr il n'a pas le pare-brise, mais il est d'une amabilité et d'une serviabilité à tout casser! Vraiment incroyable! Il nous trouve ni une ni deux une adresse et nous prend rendez-vous pour demain matin. Le matin, chez Leon Vidrios, c'est la déception! Pas de vitre du genre, ni impossible de commander pour Land Rover. Politique d'importation! Mais...il va nous en faire parvenir une de qualité internationale dans les 5j ouvrables! Il ne reste plus qu'à attendre et il y a des coins plus terribles pour cela. On a l'impression que Quelqu'un a voulu nous freiner un tantinet et profiter de Salta, La Linda (la belle). Que faire donc d'autre à Salta que de manger un bife de chorizo, papas fritas à l'ail et boire du Malbec? On n'est pas à plaindre, non? ;-) On en profite aussi pour passer chez le coupe-tif et faire une bonne partie de rires! On en ressort les 2 un peu trop bien rasées. Un peu la coupe à la Frankenstein (dixit Jean-Luc) et la Cat dit que ce sont les vignes de Lavaux ou les rizières asiatiques. Bref! Pas trop bien réussi!

Wir stellen uns auf den Camping Municipal und beschliessen, Marc, unseren Freund und Garagisten bezüglich der Scheibe um Rat zu fragen. Schliesslich haben wir noch viele Kilometer vor uns. Vor allem auch in Anbetracht der zu erwartenden kalten Temperaturen im Altiplano müssen wir auf Nummer sicher gehen. Marc rät uns dann auch, die Scheibe wenn möglich zu ersetzen. Er gibt uns die genaue Produktenummer des benötigten Teiles an. Wo jetzt aber einen Händler finden? Und am liebsten noch einen Land Rover-Vertreter... Anne-Lise googelt und wir machen uns noch vor dem Nachtessen auf den Weg zu einer kleinen Werkstatt, die Google unter "Land-Rover-Club" ausgespuckt hat. Da sich AL noch telefonisch versichert hat, dass jemand da ist, erwartet uns "Luis Fernandez" bereits. Er hat natürlich keine solche Scheibe, hilft uns aber auf eine unglaublich sympathische Art und Weise weiter, indem er einige Telefone startet. Bei Leon Vidrios erklärt man, dass die Windschutzscheibe bestellt werden kann. Lieferfrist: 5 Tage. Na ja, es gibt schlimmere Orte, als das wunderschöne Salta, um auf ein Ersatzteil zu warten. Auf jeden Fall  geniessen wird das Bife de Chorizo, papas fritas mit Knoblauch und die Flasche Malbec trotz aller Probleme in vollen Zügen. Das "Dona Salta" war schon 2010 unsere Stammbeiz. Am nächsten Tag machen wir bei Leon Vidrios die definitive Bestellung. Wir sind noch nicht einmal aus dem Auto ausgestiegen, erscheint bereits der Chef des Hauses. Na ja, so viele Land Rover mit zwei Frauen im Cockpit gibt es ja nicht. Es ist Donnerstag und wir können kaum vor Mittwoch mit der Lieferung rechnen. Kein Problem. Das zwingt uns auch, einen Gang runter zu schalten und vor dem schwierigen Teil der Reise so richtig ausgeruht zu sein. Wir bringen Sopi innen und aussen wieder auf Vordermann, die Wäsche zur Lavanderia und uns zum Coiffeur. Ein Erlebnis für sich! Die beiden jungen Damen bestehen darauf am Schluss von uns ein Foto zu machen. Wir geniessen die Stunden in Salta. Schliesslich wissen wir noch nicht, dass bereits ein weiteres Problem auf uns wartet...























Plus de courant... | Das Licht ist aus...

Comme d'habitude un problème n'arrive pas seule... Vendredi matin, Anne-Lise réalise qu'il n'y a plus de courant dans Sopi. Comment est-il possible qu'il ne reste que 10.9 Volt? On se met au courant 220V du camping. Malheureusement ça n'aide pas et rebelotte samedi matin, la batterie n'a pas assez de tension. Drôle, car elle n'a que 2 1/2 ans. Après consultation de nos bouquins et des gens du camping, Anne-Lise téléphone à Tartaruga à Klein Andelfingen (représentant de Bimobil en CH). Il nous en faut bien une nouvelle! A la place d'un bon déjeuner tranquille on se remet en route à la recherche d'une batterie de gel. Grâce à Google on trouve une adresse pas loin du camping. Pas de chance, pas de batterie de gel mais une autre adresse. On expose notre problème. Malheureusement il semble bien que la batterie soit à plat. Il va nous livrer la batterie au camping et en même temps voir le problème. L'aventure commence!...Voilà nos deux gaillards accroupis dans Sopi. Il faut encore monter sur le toit pour contrôler le panneau solaire. Anne-Lise a la trouille de cette escalade bien périlleuse pour un rondelet de sa taille! En plus, notre fenêtre de l'alcove est ouverte et on est sûres qu'il va tomber sur notre lit!...La moustiquaire ne va sûrement pas tenir son poids! Eeeeh Marcelo!, fait donc gaffe à la fenêtre avec tes gros souliers! Après une heure, Sopi est équipée d'une nouvelle batterie chinoise, malheureusement de seulement 100Ah, mais qui fonctionne!...au moins pour le moment. Anne-Lise part avec les 2 gaillards, Marcelo et Estoban, pour règler l'addition...600CHF...avec la Swiss Travel Cash Card! Il ne reste plus à Catherine que de nettoyer Sopi! ;-)...un vrai chantier! Quel sera notre 5ème problème?

Am Freitag, in aller Herrgottsfrühe, bemerkt AL, dass wir keinen Strom mehr haben. Wie kann das sein? Wir waren doch am Vortag noch mit Sopi unterwegs. Zudem wird bei diesem schönen Wetter ja auch noch über die Solarpanel Strom geladen. Wir sehen auf der Anzeige, dass das Problem die Spannung ist. Diese sackt ständig unter die 11,5 V Minimalspannung. Dann hängen wir uns halt an die Stromversorgung vom Camping. Leider nützt das nichts, und am Samstagmorgen hocken wir wieder im Dunkeln. Die Kabinen-Batterie muss am A....sein, und wir müssen handeln. Wollten wir nicht gemütlich "Zmörgelen"? Stattdessen machen wir uns auf in die Stadt und finden dann beim zweiten Versuch ein Geschäft, das uns eine Gel-Batterie verkaufen kann, die auch noch die gewünschten Masse für Sopie aufweist. Leider nur mit einer Kapazität von 100A, statt 120A. Besser als nichts. Wir machen ab, dass das gute Stück am Nachmittag bei uns auf dem Camping geliefert und eingebaut wird. Marcello erscheint dann auch zusammen mit einem seiner Arbeiter. Das Ersetzen der Batterie wird zu einem richtigen kleinen Event...Zuerst wird natürlich einmal Sopi gebührend bewundert. Um alle Eventualitäten auszuklammern, muss auch das Solarpanel kontrolliert werden. Der leicht übergewichtige Marcello kraxelt also auf das Dach. AL folgt ihm bald darauf mit besorgter Miene, da sie Angst hat, dass er irgendwo drauf tritt. Meine Angst ist eher, dass er uns durch das geöffnete Dachfenster direkt ins Bett plumpst... Da das ausgezogene Mückengitter ihn, gleich einem Sicherheitsnetz für Seiltänzer, kaum aufhalten könnte, bin ich froh, dass er sich rasch wieder aus der Gefahrenzone begiebt. Es bleibt bei einer eleganten Drehung, bei der er allerdings mit seinen Schuhen das Dachfenster innen verdreckt, zum Glück aber nicht verkratzt. Na ja, das kann ja geputzt werden. Hauptsache, die Batterie ist kurz darauf angeschlossen. AL fährt dann mit Marcello in die Stadt zurück, um den Spass noch zu bezahlen. Mir bleibt die Innenreinigung vom Sopi...Was kommt als Nächstes?























Discothèque... | Camping Municipal von Salta und die Nachtruhe

Toute la nuit, la disco, comme si on était avec notre lit dedans! Feux d'artifice et toute la sauce! On s'endort quand même et vers 2h30 on pense que ça va durer jusqu'à 3h! Eux, ça marche leur batterie...Tu parles! A 5h33, comme si on avait enlevé la prise. Ou n'y avait-il aussi plus de tension? J'ai rarement trouvé les ronflements d'Anne-Lise aussi doux!

Der Platz ist etwas ausserhalb des Zentrums und die einzige Möglichkeit in Salta länger zu stehen. Im Moment ist er auch mit vielen jungen einheimischen Zeltlern besetzt, die gerne Musik machen. Sympathisch, nicht zu laut, kein Problem. In der Nähe befindet sich allerdings auch eine Disco mit Livemusik, die sehr lärmig ist. Letzte Nacht haben die, so vermute ich, das Ganze bei geöffneten Türen veranstaltet. Ich bin um 2 Uhr aufgewacht und habe gehofft, dass das jetzt die letzte Zugabe des Sängers ist und dann Lichterlöschen. Aber nein? Dieser Jürgen Drews von Salta trällert auch um 2:30 Uhr noch munter weiter. Trotz dem Ärger schlafe ich wieder ein. Allerdings nur kurz. Im Stundentakt wache ich auf. Dieser Typ hat definitiv kein Problem mit der Batterie und ist vermutlich mit einer Duracell ausgestattet. Um 5:33 Uhr (in Worten: fünf Uhr dreiunddreissig) ist von einer Sekunde auf die andere Ruhe, als hätte jemand den Stecker rausgezogen. Oder ist die Spannung abgesackt? Wie dem auch sei...Ich habe selten die sanften Schnarchgeräusche von Anne-Lise so angenehm empfunden, wie in diesem Moment:-)

Toujours pas d’infos concernant notre pare-brise. :-(
La suite au prochain épisode!

Hält die Batterie? Wird die Windschutzscheibe tatsächlich geliefert? All das erfahrt ihr…demnächst in diesem Theater :-)

Anne-Lise et Catherine, de Salta.