Mittwoch, 5. August 2015

Magnifique!


Nach 7 Tagen erreichen wir am 19.7.15 um 15 Uhr Dakar. Die Einfahrt in den Hafen ist eindrücklich da wir ganz nahe an der Insel Goré vorbeifahren. Eindrücklich auf andere Art sind dann die Parkversuche unseres Kapitäns (der neue) im Hafen…Beim vierten Versuch und mit Hilfe von zwei Booten, die uns schieben, legen wir endlich an. Wir spüren die Erleichterung jener, die das Spektakel vom Land aus verfolgt haben.
Dann beginnt das ganze Prozedere der Immigration. Um 17 Uhr geben wir auf und formulieren ganz klar, dass wir am nächsten Tag nach Dakar wollen. Beim Nachtessen treffen wir auf zwei von vier neuen Passagieren. Valerie und Christian aus Bergerac. Wir sitzen nun nicht mehr am Kapitänstisch sondern am  „Touristentisch“. Zum Glück ! Die beiden „Neuen“ haben alles hinter sich gelassen in Frankreich und bereisen mit ihrem MAN-Lastwagen für unbestimmte Zeit die Welt. Klar, dass wir uns gleich super viel zu erzählen haben, so ohne Sprachbarriere. Später am Abend treffen wir dann auch noch Florence und Florent, aus Belgien. Das sind zwei ganz Verrückte. Für 1½ Jahre sind sie mit ihrem Liegevelo weltweit unterwegs. Genial ! Notabene sind wir mit unseren 8 Monaten die, die am wenigsten lange unterwegs sind…
Die Blogs unserer Mitreisenden sind:
valeriechristian.over-blog.com
followthefloo.com
Nun machen die Mittag- und Nachtessen richtig Spass. Obwohl die Küche noch nicht wirklich viel besser ist.
Am andern Tag klappt es dann endlich, und wir verlassen das Schiff für einen Kurzbesuch in Dakar. Gleich beim Hafen finden wir ein Restaurant mit Wifi, feinem Kaffee und frischen „Pain au chocolat“. Der erste Post mit vielen Fotos von unterwegs ist Realität. Anschliessend suchen wir ein Restaurant, das wir kennen und genehmigen uns ein kühles „Gazelle“ (Bier) mit Fleischspiess und Pommes :-)
Am 20.7.15 verlassen wir Dakar am Abend.













Am Folgetag braut sich nach dem Nachtessen ein spektakuläres Gewitter zusammen. Den Regen erleben wir dann alle auf der Brücke. Aus dem Nichts taucht dann noch aus der Gegenrichtung die  „Grande Togo“ auf.














Aequator-Überquerung
Am 23.7.15 stehen wir mit dem Wissen auf, dass wir heute den Aequator überqueren werden. Ganz lieb informiert uns einer der netten Offiziere schon beim Frühstück, dass es in 20 Minuten so weit sein wird. Hektik entsteht. Direkt auf unserer Etage befindet sich der Eingang zur Brücke. Anne-Lise klopft an und fragt den Kapitän, ob wir reinkommen können, um ein Foto vom GPS mit den Koordinaten bei der Überquerung zu machen. Er reagiert genervt und behauptet, dass die Überquerung sowieso erst in einer Stunde sei…Anne-Lise ist nicht so doof und schaut schnell auf unserem GPS.  Stinksauer sehen wir kurz darauf von unserem Kabinenfenster aus, dass unsere Mitpassagiere alle auf der Brücke sind. Der Kapitän, von uns Popey genannt, hat die Brücke inzwischen verlassen. Sofort erhalten wir über die Aussentüre von den anwesenden Crew-Mitgliedern Zutritt und können den Moment doch noch mit Foto festhalten. Natürlich waren die zeitlichen Angaben von Popey völlig falsch L Wir überqueren am 23.7.15 um 08:45 Uhr den Aequator !!! 


 










Diesen besonderen Moment feiern wir zusammen mit  unseren „potes“ dann am Abend mit einem kleinen Apéro in unserer Suite. Den Weisswein zu erhalten, den wir natürlich bezahlen müssen, war schwieriger, als wenn wir den Aequator schwimmend überquert hätten. Wir fragen den Steward, der bittet den 1. Offizier, der informiert den Kapitän, dann werden vermutlich unsere Pässe kontrolliert, um zu schauen, ob wir alt genug sind…Die zweite Flasche bringt uns der arme Florenzo dann kurz vor dem Nachtessen, natürlich „seichwarm“. Unglaublich! Andere Crews organisieren teilweise Aequator-Partys mit Barbecue für die Passagiere.















Ganz spannend war dann der Besuch im Maschinenraum, den natürlich ein Philippino für uns organisiert hat. Unglaublich, was da abgeht. Der Motor ist so gross, dass er sich über 3 Etagen erstreckt. Der Tank umfasst total 4‘000‘000 Liter Diesel (eigene Raffinerie an Bord). Der Tagesverbrauch beträgt 50‘000 Liter !!!! Es wird für Hin- und Rückweg nur einmal vollgetankt, nämlich in Antwerpen. Wir können uns nicht zurückhalten und besuchen schnell Sopi.
Die Tage vergehen wie im Flug.















Wir haben kaum Zeit für kleine Apéros zu zweit mit den feinen Doritos-Chips (Sweet Chili Pepper) von der „Schnatz-Famille“. Merci beaucoup ! Zwischendurch drehen Florence und Florent noch einen Video für ihren Blog. Wir sind als Schauspieler engagiert… Den Film müsst ihr euch unbedingt anschauen!!!!
Vor Vitoria gibt es „Wal-Alarm“. Wir beobachten dann während Stunden wie die riesigen Viecher uns begleiten. Manchmal hat man das Gefühl, dass sie uns mit ihren Flossen zuwinken. Super !













Brazil
Die Ankunft in Vitoria nach 7 Tagen auf dem offenen Meer ist atemberaubend.
















Schon von weit sehen wir die Skyline der Stadt. Das Schiff schlängelt sich dann durch eine Art Kanal zum Hafen und passiert sogar eine Brücke. Einfach nur „magnifique“ !!!!!
Leider können wir nicht an Land, weil die Zeit, nach all den nötigen Formalitäten, schlussendlich zu knapp ist. Wir bezweifeln allerdings, dass sich jemand wirklich darum bemüht, uns das Verlassen des Schiffes zu ermöglichen. Für Rio werden wir aber auf die Barrikaden gehen !!!!

Rio de Janeiro





 











Wir erreichen Rio bei Nacht am 29.7.15. Anne-Lise uns ich sind ab 22:45 Uhr auf Deck. Man sieht bereits die Lichter und erkennt die Skyline mit Zuckerhut und Copacabana. Der Corcovado liegt im Nebel. Um 2 Uhr morgens legen wir dann schliesslich an.
Unser Insistieren hat genützt und bereits um 07:45 Uhr (Ausgang bis 12:00 Uhr) verlassen wir zusammen mit Valerie und Christian das Schiff. Wir werden dann noch kurz zurückgehalten, da am Hafen Helmpflicht herrscht und wir diese in der Kabine wieder holen müssen. Zur Sicherheit können wir ihn ja auch im Taxi tragen :-)) 45 Minuten später und um nur 10 US-Dollar ärmer erreichen wir die Station des „Trem do Corcovado“. Nach der Kasse (30 USD/Person) sehen wir ein Plakat, das uns zum Staunen und Lachen bringt: „50%-Ermässigung für das Combi-Angebot Corcovado/Jungfraujoch“ !!! Wir hatten leider keine Zeit um zu lesen, in welcher Zeitperiode man diese beiden Touristen-Ziele besuchen muss. Die Zugkomposition hat vor Jahren mit Sicherheit die Leute aufs Jungfraujoch gebracht. Leider spielt das Wetter nicht so mit und die Stadt versinkt bald im Nebel. Es wird also schwierig werden, mit dem Feldstecher den heissesten Bikini der Copacabana auszuwählen…:-) Wir kommen uns vor wie Japaner, die von einer Sehenswürdigkeit zur andern rasen. Hopp, ein Foto vor der wirklich sehr eindrücklichen Christo-Statue (740m) und zurück zum Zug. Halt, für etwas Wichtiges nehmen wir uns doch noch Zeit, auch wenn es erst 10 Uhr morgens ist…
Wir sind noch sehr gut in der Zeit und sollten problemlos bis 12 Uhr zurück beim Schiff sein. Der Taxichauffeur macht uns aber einen Strich durch die Rechnung und das eigentliche Abenteuer beginnt erst jetzt…Wir vermuten, dass er die Taxiprüfung in Rümlang gemacht hat und dann mit einem Cargo-Schiff nach Rio gelangt ist :-) Anfangs ist er noch auf Kurs und sogar wir, obwohl leicht angeheitert, erkennen diverse Strassenzüge wieder. Nach etwa einer halben Stunde realisiert Anne-Lise, dass etwas nicht stimmen kann. Der Chauffeur meint dann, dass wir zu Fuss, aufgrund von mehreren Baustellen, eigentlich nur noch 5 Minuten bis zum Hafen hätten. Spätestens da ist klar, dass er, trotz unserer präzisen schriftlichen Angaben, den Hafen für Kreuzfahrtschiffe angepeilt hatte. Jetzt beginnt eine fast einstündige Irrfahrt. Dabei sehen wir immer wieder die „Grande Gabon“ von weitem. Na immerhin ist sie noch da… Es ist 12 Uhr vorbei und wir sind noch nicht mal am richtigen Hafeneingang. Es ist fast 13 Uhr (geplante Abfahrt), als wir den Shuttle-Bus besteigen, der uns zum Terminal bringt, wo wir unsere Helme deponiert hatten. Jetzt noch ein 10 minütiger Gänsemarsch zum Schiff. Wir sehen jemanden auf der Brücke und erwarten ein Donnerwetter. Vorsichtshalber schicken wir Anne-Lise voraus…Nichts passiert ! Der Filipino am Eingang begrüsst uns, als wenn wir eine Woche weg gewesen wären und teilt uns dann auch noch mit, dass das Schiff erst um 16 Uhr ablegen wird. Wir bereuen, keinen zweiten Caipi bestellt zu haben !!!

Ankunft in Montevideo
Wir kommen am Sonntag, 2. August um 13:30 Uhr im Hafen von Montevideo an. Auf unsere Nachfrage erhalten wir die Mitteilung, dass wir erst am Montagmorgen von Bord können, da der Cargo erst ab 7 Uhr entladen wird. Wir stehen um 6 Uhr auf und warten und warten und warten…Die teuren Autos versperren stundenlang den Weg zum Sopi. Sie werden etwas später vom Schiff gefahren, damit sie draussen nicht zu lange rumstehen. Schlussendlich können wir um 13:30 Uhr (24 Stunden nach der Ankunft) von Bord fahren. Zum Glück gab es dazwischen nochmals Antipasti und Pasta:-)) Fabrizio der Agent von Grimaldi wickelt mit uns dann innerhalb von 30 Minuten alle Formalitäten ab. Um 15 Uhr sind wir „frei“ und verlassen den Hafen. Unsere französischen Freunde hatten weniger Glück. Das Auto wurde bereits in Dakar, vermutlich durch einen Container, beschädigt und der im Lastwagen integrierte GPS geklaut.
Unser erstes Ziel ist der Camping  „Paraiso Suizo“ von Silvia und Heinz. Damit wir sauber dort ankommen, wird Sopi noch geduscht... Das gibt mir auch Gelegenheit die Angebote im kleinen Supermarket zu studieren. Grundnahrungsmittel wie Bier, Wein, Chips werden sofort gekauft:-) Wir erreichen den Camping um 17:30 Uhr und werden bereits ungeduldig von Silvia und Beat (Freunde aus der Schweiz) erwartet. Klar, wir bringen ihnen ja auch die Ersatzteile für die defekte Heizung:-) Der Empfang ist total herzlich, als würden wir uns schon ewig kennen. Zusammen mit den Campingbesitzern verbringen wir einen wunderschönen und lustigen Abend bei einem feinen Stück Fleisch (kein Velosattel wie auf dem Schiff) und einer (oder drei) guten Flasche Wein.
Uns war während der ganzen Überfahrt nicht einen Augenblick langweilig. Die Zeit verging wie im Flug. Total haben wir in 19 Tagen 18 Stunden und 15 Minuten (reine Fahrzeit) 12‘500 km zurückgelegt !

















Im Moment sind wir in Piriapolis und warten in einem Restaurant bis unsere Gasflaschen gefüllt sind. Gleich gibt es was Feines zu essen:-)
Herzliche Grüsse bis zum nächstenmal!

Montag, 20. Juli 2015

Endlich weg !



Am Freitag, 3. Juli um 14h, sitzen wir endlich im Sopi … c’est parti !

Nach zwei Ehrenrunden um den Kreisel von Rümlang und dem wägen von Sopi
(4050 kg … mit Crew!) nehmen wir endlich Kurs Richtung Hamburg. Nach der Grenze in Schaffhausen werden wir bereits gebremst. Ein Riesenstau auf der Autobahn. Für 38 km brauchen wir ganze 3 Stunden!!! Wenn die Anzahl km/h nicht massiv steigt, kommen wir erst in 3 Jahren zurück :-) So erreichen wir erst am späteren Abend den Stellplatz in Rottenburg am Neckar. Zum Glück finden wir aber noch ein nettes Beizli mit Gartenwirtschaft, wo wir Schwäbische Spätzle essen und ein kühles Bier trinken können.
Irgendwie sind wir noch nicht so ganz in der Reise drin…Ich schalte bei der Ankunft im Sopi wie immer das „Cockpit“ (Strom, Wasserpumpe) ein. Die Wasserpumpe setzt sich komischerweise sofort in Gang. Ups… zum Glück realisiert Anne-Lise, die draussen ist, dass die Wasserhahnen vom Winterbetrieb noch alle offen sind. Drinnen macht das ja nichts. Draussen läuft aber über die Aussendusche Wasser in den Stauraum!!! So haben wir noch vor dem Nachtessen des ersten Notfall. Dank den hohen Temperaturen trocknet alles sehr schnell. Dass der Abwasserhahn auch noch offen war, und das ganze Duschwasser vom Abend auf den Platz lief, realisieren wir erst am Morgen, als wir den kleinen See um Sopi entdecken. Dachten schon, die Gute sei inkontinent… Jetzt aber los nach Hamburg!
Problemlos aber bei grosser Hitze erreichen wir den Stellplatz in Wedel (30 km von HH) um 19:30 Uhr. Am Folgetag besuchen wir das „Willkomm Höft“ an der Elbe. Die grossen Schiffe werden jeweils mit der Nationalhymne begrüsst. Wir hoffen am späteren Abend die „Grande Gabon“ einfahren zu sehen. Leider hat sie dermassen Verspätung und wird erst in den frühen Morgenstunden Wedel passieren. So streichen wir nach einem feinen Nachtessen die Segel und gehen schlafen.
Etwas aufgeregt erledigen wir morgens um 7 Uhr die Routinearbeiten im Sopi und fahren dann los Richtung Hamburger-Hafen. Problemlos finden wir den Weg zu O’Swaldkai.









 
Die Formalitäten sind dermassen einfach, dass wir und Sopi 45 Minuten später bereits mit Sack und Pack auf dem Schiff sind. Sopi an einem geschützten Platz (auf Deck 3 neben einem Zugwagen) und wir in unserer „Eigner-Kabine“ (auf Deck 12). Wow, das ist unser Zuhause für 4 Wochen. Super! Um punkt 12 Uhr gibt es schon das erste Mittagessen :-)
































 








Nachdem wir unsere super schöne Kabine wohnlich eingerichtet haben, beobachten wir während Stunden vom obersten Deck aus das sehr spannende und sehr eindrückliche Entladen und Beladen des Schiffes. Wir staunen, wie viele Autos und Container Platz haben. Die neuen Autos sind für Südamerika. Die teuren Modelle wie Audi (salut Etienne!), Range Rover, Porsche Cayenne…sind unter Deck. Die Peugeot und Citroën draussen. Alle alten Autos und Lastwagen gehen nach Afrika und sind natürlich draussen. Auf dem gleichen Deck wie Sopi sind ein Tram, Landwirtschaftsmaschinen, Baumaschinen und alles Mögliche.











Beim Nachtessen erfahren wir, dass die Grande Gabon kurz nach Mitternacht den Hamburger Hafen verlassen wird. Wir harren natürlich aus und erleben bei Vollmond das Auslaufen des Schiffes. Jetzt geht es wirklich los !!! Leider hornt das Schiff nicht und Anne-Lise muss mit dem App „Sound“ nachhelfen :-) Wir bleiben auf Deck bis wir das „Willkomm Höft“ in Wedel passieren.










Kapitän/Crew
Die Crew besteht aus total 26 Personen. Die Offiziere sind mehrheitlich Italiener, die restliche Crew Philippinos. „Die gute Seele“ ist der sympathische Steward Florenzo.










Der Kapitän muss denselben Coiffeur haben, wie Gilbert Gress und erinnert mich irgendwie an den Mann von Uriella. Na ja, solange er nicht das Atlantik-Wasser quirlt…Nicht unsympathisch aber auch nicht sehr gesprächig. Es herrscht eine recht klare Hierarchie. Bei Tisch in der Offiziersmesse werden zuerst wir bedient, dann der Kapitän, die Offiziere und zuletzt die Kadetten. Die übrige Crew hat einen separaten Speisesaal.
Trotz vieler Versuche, vor allem von Anne-Lise, durch Fragen ein Gespräch in Gang zu setzen, bleibt das Interesse an uns mässig. Alle scheinen irgendwie „abgelöscht“ zu sein. Wir erfahren dann, dass der Kapitän eigentlich in Antwerpen seinen Dienst hätte quittieren sollen. Da der neue Kapitän die „Grande Gabon“ aber noch nie gesteuert hat, muss er noch bis Dakar bleiben. Nach 8 Monaten auf See macht sich da schon ein gewisser Frust bemerkbar. Der „Neue“ ist dann gesprächiger, wobei es sich eher um „Monologe“, denn Dialoge handelt ;-) Bei Tisch hat er oft ein separates Menu, bzw. ein besseres Stück Fleisch. Das macht ihn jetzt nicht grad zum Sympathieträger. Als er uns dann nach 3 Tagen auch noch fragt, ob er nach dem Essen rauchen dürfe (grosses Rauchverbot-Schild an der Wand), sinken die Aktien massiv. Zudem säuft er uns noch den hart erkämpften Wein weg…Unter unseren Augen 5dl pro Tag. Wollen gar nicht wissen, was da in der Kabine noch nachgelegt wird… Mittlerweile raucht er bereits wenn wir noch am essen sind.
Wir würden am liebsten zusammen mit all unseren philippinischen Freunden essen… Dank ihnen erfahren wir auch immer wieder Neuigkeiten bezüglich der Überfahrt (Ankunft in den Häfen etc.) und wie das Leben während Monaten für sie auf See ist.
Wir geniessen das Leben auf See in vollen Zügen. Diese Überfahrt gibt uns die Möglichkeit, nach all den sehr emotionalen letzten Monaten zur Ruhe zu kommen.

Leben an Bord
07:00–08:00    Frühstück (nicht wie im Hof Weissbad aber mit „Fettfree-Joghurt :-))
vormittags     Blog, spanisch lernen, Fotos ordnen, auf Deck/Brücke
12.00             Mittagessen
nachmittags   Siesta, verdauen, Ping Pong, Hometrainer, Sudoku, Scrabble,
                     Solitaire, auf Deck/Brücke
20:00             Nachtessen (19:00 wenn am Hafen)          
Das Essen schwankt zwischen sehr gut und mässig. Die Zusammensetzung ist manchmal so speziell, dass es sogar Anne-Lise besser machen würde…
Wir haben auch bereits unseren ersten Waschtag hinter uns. Super! Eigene Waschmaschine und Tumbler.










Absolut spannend ist es, wenn wir auf der Brücke sind. Anne-Lise lässt sich von ihren zwei Lieblings-Crewmitgliedern (Philippinos) alles über die Navigation erklären. Ich geniesse eher den super Ausblick. Inzwischen haben wir draussen einen Lieblingsplatz. Auf der Höhe der Brücke, Backbordseite (links). Da verbringen wir Stunden und halten nach Schiffen und Meerestieren Ausschau. Tagelang ist uns kein anderes Schiff begegnet. Dafür haben wir entlang der Küste von Mauritanien viele Delphine, Schildkröten und sogar riesige Rochen gesehen. 
























Inzwischen, mit ca. 16,5 Knoten (30 km/h), befinden wir uns auf der Höhe von Nouakchott… Viele Erinnerungen!  Morgen um 14 Uhr sollten wir Dakar erreichen. Wir werden an Land gehen, um wiedermal Internet zu haben und den Post reinzustellen. Wir benötigen dazu die Erlaubnis des Kapitäns und des Grimaldi-Agent in Dakar. Der neue Kapitän hat uns gewarnt, dass Dakar gefährlich ist, und er von einem Landgang abrät. Es ist wohl eher so, dass es ihm stinkt, für uns die Abklärungen zu treffen…

Bis bald!